Erster deutscher Traditionshersteller liefert keine Verbrenner mehr

Ein paar Jahre wird es noch dauern, bis diese Überschrift uneingeschränkt gilt. Jetzt aber gilt schon: In den USA, Kanada und Norwegen verkauft Mercedes ab September 2017 nur noch Elektro-Smarts.

Benziner oder gar Dieselmotoren sind dann nicht mehr bestellbar, wie Mercedes unlängst in einem Rundschreiben an die Händler mitteilte, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt.

Ironischerweise passiert das in einer Zeit, in der ein neu gewählter US-Präsident Trump die Klimaerwärmung von allen staatlichen Webseiten löschen lässt und Erdöl als Allheilmittel propagiert. Das führt zu sinkenden Benzinpreisen und damit verkaufen sich die großen Spritschlucker wieder leichter. Der Smart (unter der Haube eigentlich ein Renault Twingo) ist anscheinend zu sparsam für dieses Umfeld.

Bereits im vergangenen Jahr war jeder zweite in Kanada verkaufte Smart elektrisch, jeder vierte in den USA. Konkurrenz in diesem Bereich gibt es quasi nicht - lediglich die elektrische Version des Fiat 500 buhlt im gleichen Segment um Kunden. Mit umgerechnet 22.000 Euro für die Vollausstattung ist er für US-Verhältnisse schon fast ein Schnäppchen.