E-Auto Frust

Nein, es ist nicht immer alles Sonnenschein in der vollelektrischen Welt der "BEV"s. Es gibt sie auch, diese "och nööö!!!" Momente und zwar regelmäßig, vor allem jetzt im Winter.

Dabei geht es nicht um Reichweite, Ladesäulen oder Batterielebensdauer, sondern um eine andere besonderheit der rein elektrischen Fahrzeuge, sondern um die Wohlfühltemperatur.

Ein Auto aufzuheizen kostet genau wie das Kühlen mittels Klimaanlage Energie. Das ist bei Elektroautos nicht anders als bei Verbrennern. Während ein Verbrenner insbesondere im Winter erstmal seinen Motor auf Betriebstemperatur bringen muss, bevor an das Heizen des Innenraums überhaupt zu denken ist, werden E-Autos sofort elektrisch beheizt - schließlich entsteht keine nennenswerte Abwärme im Motor.

Allerdings ist Energie bei den rollenden Batterien ein knappes Gut und diese zu verheizen fördert nicht gerade die Reichweite. So kann jedes (mir bekannte) E-Auto per App oder Schlüssel vorgewärmt werden: Entweder zeitgesteuert oder auf Knopfdruck springt die Heizung oder Klimaanlage (je nach Außentemperatur) an und bringt das Auto mit Strom aus der Steckdose rechtzeitig zur Abfahrt auf die gewünschte Temperatur.

Leider hat dieses Feature einen Nachteil: Es muss auch aktiviert werden.

Ganz benzinerverwöhnt steige ich meistens einfach so ins Auto und fahre los. Vorher den Stecker zu ziehen ist schon Routine, aber was vergesse ich wohl (fast) jedes Mal? Genau: Rechzeitig vorher den Knopf zu drücken, um das Auto gleich zum Losfahren mollig warm zu haben.

Der e-NV hat sehr potente und viele Heizungen: Lüftung, Sitzheizung, Lenkradheizung - an allen Ecken wird es schnell warm, aber trotzdem ist da jedes Mal dieser Frustmoment: Schon wieder vergessen rechzeitig vorzuheizen!

Dabei würde ein Knopfdruck am Schlüssel vor dem rausgehfertigmachen der Kinder schon ausreichen...